Clans

Das Wort „Clan“ geht auf die irisch-keltische Bezeichnung clann zurück, welches soviel wie Kind oder Spross bedeutet. Bei den Clans handelte es sich ursprünglich um keltische Stammesverbände, deren Angehörige sich nach ihrem Stammesvater nannten. Dabei wurde dem Namen die Bezeichnung „Mac“ oder „Mc“ (gälisch: Sohn) vorangestellt.

An der Spitze eines Clans stand der Clanchief. Diesem unterstanden mehrere niedere Adlige, unter welchen wiederum die Clansmen standen. Die Clansmen bewirtschafteten einzelne crofts, das Land befand sich jedoch im Gesamtbesitz des Clans. Entwickeln konnte sich das Clan-System infolge einer fehlenden Zentralgewalt. Um sich zu behaupten, waren die Beziehungen innerhalb einer „Familie“ sehr stark. Kleinere Familien schlossen sich aus diesem Grund stärkeren Clans an; mitunter nahmen sie sogar den Namen des Clans an.

Viele Clans, wie zum Beispiel der Clan Donald oder der Clan Campbell beanspruchen für sich ihren Ursprung in der keltischen Mythologie;der Clan Donald sieht seine Wurzeln gerne in Lugaid Mac Conn, König von Tara im 2. Jahrhundert, oder Cuchulainn, einem legendären Krieger, während der Clan Campbell Diarmaid the Boar als Ahnherrn ansieht. Historisch belegt ist jedoch eine direkte Verbindung der MacDonalds zu König Olaf, Lord of the Isles. Gleiches gilt für die MacLeods, die MacAllisters und die MacDougalls.

Cuchulainn

Es gibt mehrere Varianten, was u.a. die Herkunft Cuchulainns betrifft. Einer Variante zufolge wurde Cuchulainn von Dechtira, einer Tochter des Druiden Cathbad, geboren, wuchs jedoch bei der Schwester auf. Eine andere Fassung besagt, dass Cuchulainn der Sohn einer Bäuerin war, Dechtira lediglich Geburtshilfe leistete, sich allerdings anbot, den Knaben zu erziehen. Unglücklicherweise starb der Junge recht bald, worüber Dechtira untröstlich war. Eines Nachts erschien ihr der Gott Lugh und verkündete, sie sei von ihm schwanger und der Sohn solle Setanta heißen. Setanta/Cuchulainn wurde dieser Sage nach also zweimal geboren. Auch wird eine Geschichte erzählt, wonach Cuchulainn gleichzeitig den König Conchobar, den Gott Lugh und den Elfensohn Sualdaim als Väter hatte. Ursprünglich wurde Cuchulainn Setanta genannt, im Kindesalter wurde er jedoch eines Abends vom Wachhund des Schmiedes Culann angegriffen und tötete diesen in Notwehr. Culann war über den Tod des Hundes sehr betrübt, woraufhin sich Setanta anbot, als Sühne Culanns Hund zu sein und fortan dessen Habe zu bewachen. Seit diesem Zeitpunkt nannte er sich Cuchulainn (Cu Culann = Hund des Culann).

Bereits im Alter von sieben Jahren entschliesst sich Cuchulainn, ein ruhmreiches Leben als Krieger zu führen. Hierbei helfen ihm sein Mut, seine Klugheit sowie sein unglaubliches Geschick. Bei seiner "Mannwerdung" begegnet Cuchulainn der Waffenmeisterin Scathach, die ihn u.a. in die Kriegskunst einweiht. In einem Zweikampf besiegt er die Amazone Aife, welche ihm später einen Sohn gebiert (Conlai). Auch Conlai entwickelt frühzeitig Fähigkeiten, die denen seines Vaters ähneln. Conchobar erfährt hiervon, fühlt sich bedroht und beschliesst, näheres in Erfahrung zu bringen. Schliesslich wird Cuchulainn mit dieser Aufgabe betraut. Dieser erkennt jedoch seinen eigenen Sohn nicht, welcher sich auch nicht zu erkennen gibt. Cuchulainn fühlt sich seinem Land verpflichtet - Es kommt zum Kampf. Dank einer Kriegskunst, die Cuchulainn von Scathach erlernt hat, besiegt er seinen Sohn. Im Augenblick des Todes Conlais erkennt Cuchulainn seinen Sohn...

In einen Hinterhalt gelockt, wird Cuchulainn durch Lugaid, dessen Vater er einst im Kampf getötet hatte, schwer verwundet. Cuchulainn gelingt es noch, sich an einen Menhir zu ketten, um aufrecht zu sterben...