Edinburgh

Auch wenn Schottland definitiv mehr als nur eine faszinierende Stadt zu bieten hat, habe ich die Entscheidung getroffen, mich an dieser Stelle auf die Hauptstadt zu konzentrieren.

Besuchern bietet Edinburgh Kultur, Geschichte, Shoppingmöglichkeiten sowie Unterhaltung für jeden Geschmack.

Kultur & Unterhaltung

Das Edinburgh Festival findet jedes Jahr in der Zeit von Ende Juli bis Anfang September statt und umfasst das Edinburgh International Festival, das Edinburgh International Film Festival, das Edinburgh Jazz and Blues Festival, das Edinburgh International Book Festival sowie das Edinburgh Military Tattoo. Teil des Edinburgh Festivals ist hierbei auch das Edinburgh Fringe Festival – oder einfach The Fringe.

Die Bezeichnung „Fringe“ wurde im Jahre 1948 durch den schottischen Journalisten Robert Kemp geprägt und bezeichnete alle Aufführungen abseits des offiziellen Festivals. Bereits im Vorjahr waren einige Theatergruppen bemüht, aus dem Besucherstrom zum offiziellen Festival ihren Nutzen zu ziehen. In der Folgezeit stieg sowohl die Anzahl der Künstler als auch die der Besucher, so dass 1958 die Festival Fringe Society gegründet wurde, welcher seit 1971 ein Administrator vorsteht. 1988 schliesslich bezog die Society ein Büro auf der Royal Mile.

Im August treten dann Comedians sowie  Musik- und Theatergruppen auf in der Hoffnung, einen der vom Scotsman ausgesetzten Preise zu ergattern. Unabhängig hiervon tummelt sich aber zu dieser Zeit auch eine Vielzahl von Straßenkünstlern vornehmlich auf der High Street und unterhält das Publikum mit einer Mischung aus Schauspiel, Artistik und Comedy. Auch wenn der „Eintritt“ kostenlos ist – über eine kleine finanzielle Unterstützung freut sich jeder Künstler…

Jongleur in der High Street

Solltet ihr das Glück haben und zu dieser Zeit in Edinburgh sein, versucht auch eine Karte für das Military Tattoo zu bekommen. Hierbei treten Regimenter aus aller Welt mit ihren Pipes and Drums an, die abendliche Stimmung im Fackelschein ist unbeschreiblich.

Aber auch zu anderen Zeiten wird keine Langeweile aufkommen. Hierfür sorgen das Repertoiretheater im Royal Luceum, das edwardianische King´s Theatre, das Playhouse, das Traverse oder die Usher Hall.

Geschichte

Dass Edinburgh auch geschichtlich sehr viel zu bieten hat, dürfte niemanden erstaunen. Genaue Beweise für den Ursprung Edinburghs existieren leider nicht, angeblich errichteten aber bereits Pikten im 5. Jahrhundert auf dem heutigen Burgfelsen eine Befestigung (gälisch: Din Eidyn). Auch die Herkunft des Namens „Edinburgh“ liegt im Dunkeln. Er mag auf die Bezeichnung Din Eydin zurückgehen, favorisiert wird hingegen der Bezug zu Edwin, König von Northrumbia.

An der Stelle der piktischen Befestigungsanlage lässt Malcolm III. im 11. Jahrhundert ein Castle errichten, welches heute noch das Wahrzeichen Edinburghs darstellt. Innerhalb der Schlossmauern befindet sich auch das wohl vermutlich älteste Gebäude der Stadt – die St. Margaret´s Chapel.

In der Folgezeit sich zu einem wichtigen Handelszentrum entwickelnd, geniesst Edinburgh ab 1482 den Status als Hauptstadt Schottlands. Auch wenn mit dem Act of Union im Jahre 1707 die politische Macht Edinburghs zugunsten Londons zurück geht, erhält die Stadt sich ihren Ruf als Zentrum für Wissenschaft und Kreativität (siehe auch .:: VIPs ::.). Wer nach einem Besuch des Edinburgh Castle die High Street entlang schlendert, wird noch eine Vielzahl historisch interessanter Gebäude finden... So zum Beispiel die St. Giles Cathedral, das Parliament House, das John Knox House, die City Chambers, das Canongate Tolbooth, die Canongate Church bis hin zum Palace of Holyroodhouse mit angrenzender Holyrood Abbey.

Canongate Tolbooth
John Knox House

Auf der Parallelstraße zur High Street, der Princes Street, befinden sich noch das Scott Monument, die Royal Scottish Academy und St. John.

Shopping

Shopping in Edinburgh? Jede Menge Dudelsäcke und Tartans? Wer sich auf der High Street herumtreibt, wird seine Vermutungen bestätigt finden. Hier findet man Souvenirs en masse… Sei es ein Teddybär im Kilt… Schirme im Royal-Stewart-Tartan-Design… Schwerter… Poster… Ansichtskarten… Haggis in Dosen... Tee… Original Shortbread…  etc.

Wer über einen etwas dickeren Geldbeutel verfügt, kann sich als Souvenir auch einen Kilt auf den Leib schneidern lassen. Und wenn noch ein paar Pfund übrig bleiben – Sporran, Sgian Dirks oder keltischer Silberschmuck komplettieren das Outfit…

High Street

Etwas abseits der Touristenpfade lassen sich aber auch Antiquariate finden, in denen Bücherfreaks bestimmt auf ihre Kosten kommen werden. Eine Erstausgabe von Robert Louis Stevenson nebst Widmung zu finden dürfte aber wohl utopisch sein. Nach Herzenslust stöbern kann man im Bauermeister Bookshop (George IV. Bridge), bei James Thin (South Bridge) oder bei Waterstone´s (Princes Street und George Street). 

Die Gelegenheit, ein eher ungewöhnliches  Souvenir erwerben zu können, bietet sich  bei Mr Wood´s Fossils am Grassmarket - Schliesslich dürfte Mr Wood´s Fossils das einzige Geschäft Grossbritanniens sein, welches versteinerten Dinosaurierkot anbietet...