Nessie

Um eines gleich vorweg zu nehmen – Auf dieser Seite werden weder sensationelle, bisher  unveröffentlichte Fotos ausgestellt, noch neue Theorien über Nessies Existenz propagiert. Vielmehr habe ich versucht, die interessantesten Fakten (sofern man in diesem Zusammenhang von Fakten sprechen kann) zusammen zu tragen. Sollte jemand von euch im Besitz atemberaubender und authentischer Fotos von Nessie sein, bin ich auch gerne bereit, diese auf meiner Website auszustellen…

Aber was ist an Nessie überhaupt so faszinierend?

Der Umstand, dass sich im Loch Ness ein Ungeheuer befinden muss? Schließlich bietet dieser See mit seiner Ruine von Urquhart Castle den richtigen Hintergrund…

Oder ist es der Wunsch eines jeden Schottlandfreaks, nur einmal Bekanntschaft mit Nessie zu machen?

Oder liegt es letzten Endes nur an der Vielzahl von Sichtungen und mehr oder minder qualitativ hochwertiger Fotos, die die Existenz Nessies bezeugen?

Nessie?

Geschichte

Die erste Begegnung Nessies mit einem Menschen soll im Jahre 565 stattgefunden haben, als der heilige St. Columba ein Ungeheuer erblickte und dieses mit den Worten „Thou shalt go no further, nor touch the man; go back with all speed!“ in den See zurücktrieb.

In der Folgezeit wurde es dann etwas still um Nessie, bis der Bau der A82 schliesslich dazu führte, dass die Zahl der Sichtungen zunahm. Öl ins Feuer der Nessie-Enthusiasten war dann ein Foto des englischen Arztes Robert Wilson. Dieser hatte am 19.4.1934 „etwas auf dem Wasser“ gesehen und fotografiert. Mitte der 90er Jahre stellte sich jedoch heraus, dass es sich hierbei um einen gross angelegten Schwindel handelte. Mit Unterstützung von Christian Spurling, Marmaduke Wetherell, Jan Wetherell und Maurice Chambers hatte Robert Wilson eine Dino-Attrappe auf einem Spielzeug-U-Boot montiert und so die Medienwelt genarrt. Einer der „Verschwörer“ hatte kurz vor seinem Tode einem Nessie-Forscher den Betrug gebeichtet…

Nessie - a hoax?

Dem Mysterium Nessie tat dies jedoch keinen Abbruch. Handelte es sich bei früheren Existenzbeweisen um Fotos eher minderer Qualität, so lassen sich Hobbyjäger und Kryptozoologen mittlerweile die Suche nach Nessie viel Geld und noch mehr Aufwand kosten. So berichtete die Zeitschrift „Der Spiegel“ am 30.4.2001 über Jan-Ove Sundberg, der im selben Jahr die „Operation Cleansweep“ durchführte. Sundberg ging davon aus, dass es sich bei Nessie um eine Art Riesenaal handelte und vermutete eine kleinere Population im See. Geplant war, mittels Unterwassermikrofonen, Sonar sowie einer Reuse ein Jungtier zu fangen. Die schottische Bevölkerung beobachtete diese Aktion mit gemischten Gefühlen. Was, wenn Sundbergs Suche erfolglos verliefe? Wäre dann der Beweis erbracht, dass Nessie gar nicht existiert? Oder noch schlimmer – Was, wenn Sundberg Erfolg hätte? Zumindest für das zweite Szenario hatte Jonathan Stacey, Präsident der Naturschutzorganisation Scottish National Heritage, eine Lösung parat. Augenzwinkernd erklärte er „Für den Fall, dass Sundberg Nessie fängt, erwarten wir natürlich, dass er sie sofort wieder freilässt“… Schottische Logik!

Der „Operation Cleansweep“ war im Jahre 1987 die „Operation Deepscan“ vorausgegangen. Hierbei fuhr eine Flotte von über 20 Booten tagelang den See ab. Mittels Sonar konnte in einer Wassertiefe von 67 Metern ein „grosses, sich bewegendes Objekt“ entdeckt werden – eine Erklärung hierfür gibt es jedoch bis heute nicht.

Dass sich mit dem Phänomen „Nessie“ auch Wissenschaftler beschäftigen, belegt die Tatsache, dass Robert H. Hines von der Academy of Applied Science in Boston am 8.8.1972 schon einmal eine Unterwasser-Expedition durchführte. Er entdeckte eine Flosse, die einem ihm bekannten Tier nicht zuzuordnen war. Seit dieser Zeit trägt  Nessie den wunderschönen wissenschaftlichen Namen Nessiteras Rhombopteryx…

List of Sightings

Bei den oben genannten Beobachtungen handelt es sich nur um die spektakulärsten. Abgesehen hiervon reichen die Beschreibungen über „das größte Wesen, das ich jemals sah“, „einem Salamander ähnlich“, „es sah aus wie ein umgekipptes Boot“, „mehrere Buckel im Wasser“, „ein Holzstamm mit Buckel“, bis zu „etwas mit 2 Flossen“.

Nachfolgend findet ihr eine chronologische Auflistung nur einiger Personen, die Nessie gesehen zu haben glauben:

D. MacKenzie (Oktober 1871)

Roderick Matheson (1885)

Alexander MacDonald (1888)

F. Frazer (Dezember 1903)

James Cameron (7.2.1932)

Mr. and Mrs MacKay (14.4.1933)

N. Smith (5.8.1933)

S. Grant (8.1.1943)

A. Grant (August 1963)

F. S. Young (14.6.1966)

Paul H. Biermasz (17.7.1979)

Wer sich nicht mit einem Fernglas auf die Lauer legen möchte, kann auch bequem vom heimischen PC aus auf Monsterjagd gehen. Auf 

www.lochness.co.uk/livecam 

findet ihr eine Webcam, die in regelmässigen Abständen ein Foto vom See macht. Dafür, dass die Suche um einiges angenehmer ist, dürften auch die Erfolgsaussichten bei circa 0 Prozent liegen. Trotzdem lohnt sich ein Blick "durch" die Kamera allemal.

Nessie - the proof?

Nowadays

Die Bewohner der Gegend um Loch Ness wären natürlich dumm, würden sie nicht versuchen, aus diesem Phänomen Kapital zu schlagen. Souvenirsüchtige können sich insbesondere in dieser Region mit T-Shirts, Mützen, Tassen, Postkarten mit dem Konterfei Nessies oder auch mit Plüschtieren etc. eindecken.

Wem das nicht genügt, für den besteht die Möglichkeit, mittels eines kleinen U-Bootes auf Monstersuche zu gehen. Optimisten können so für ca. 100 Euro eine Stunde lang versuchen, die List of Sightings zu erweitern…

Nicht ganz so Mutigen stehen in Drumnadrochit (direkt an der A 82) Boote zur Verfügung, auf denen man mit gezückter Kamera ebenfalls auf Monsterjagd gehen kann. Und wenn Nessie zufällig nicht im Sucher auftauchen sollte, bietet das wunderschöne Panorama immerhin mehr als ausreichende Motive. Unter  

www.lochness-centre.com 

findet ihr nähere Informationen zur Original Loch Ness Monster Exhibition. Leider handelt es sich hierbei grösstenteils um einen gigantischen Souvenirladen. 

Etwas seriöser nimmt sich in Drumnadrochit noch die Official Loch Ness Monster Exhibition aus. Einschliesslich audiovisueller Show wird hier über die Entstehungsgeschichte der Region sowie über die Nessie-Forschung berichtet.