Travelling

Nachdem ihr jetzt entsprechend gewarnt seid, was euch in Schottland erwartet, fehlen eigentlich nur noch Tips, wie man am besten nach Schottland kommt, und wo man dort übernachtet...

Abhängig von euren Urlaubsplänen habt ihr mehrere Möglichkeiten, den Weg nach Schottland hinter euch zu bringen.

Sofern ihr möglichst schnell ans Ziel kommen und nicht gerade Touren unternehmen wollt, bietet sich der Flieger an. Die direkteste Verbindung ist ein Flug von Düsseldorf nach Glasgow. Alternativ kann man auch nach London Heathrow mit Weiterflug nach Glasgow oder Edinburgh, nach London Gatwick mit Weiterflug nach Aberdeen oder Inverness oder aber nach London Stansted mit Weiterflug nach Prestwick reisen.

Wem die Zeit nicht so sehr im Nacken sitzt, kann sich auch für eine Fahrt mit der Bahn entscheiden. Gravierendster Nachteil hierbei – häufiges Umsteigen! Bei Ankunft am Fährhafen müsst ihr den Zug verlassen, um nach der Fährfahrt wieder einen Zug zu besteigen…

Mein absoluter Favorit bleibt aber das Auto. Mit Ausnahme der am besten im voraus zu buchenden Fährfahrt könnt ihr ziemlich stressfrei das Land bereisen. Gerade Campingfreunde können so nach Lust und Laune das Land erkunden und ihr Zelt dort aufschlagen, wo es ihnen gefällt (Infos zum Camping findet ihr weiter unten).

Ob ihr euch dabei für die Fährverbindung Rotterdam - Kingston-upon-Hull oder Calais - Dover entscheidet, hängt davon ab, wie viel Zeit ihr auf der Fähre verbringen wollt. Einige Dinge gilt es aber auf jeden Fall zu beachten:

Drive on the left!

Auf der Insel gilt Linksverkehr Aber auch wenn sich bei einigen Autofahrern allein schon bei dem Gedanken hieran die Nackenhaare aufstellen mögen, stellt dieser eigentlich keine besondere Schwierigkeit dar. Nach recht kurzer Eingewöhnungszeit werdet ihr feststellen, dass man in Grossbritannien ziemlich entspannt mit dem Auto unterwegs sein kann - was nicht zuletzt an der sehr rücksichtsvollen Fahrweise der Briten liegt.

Roundabouts!

Briten scheinen in Roundabouts genannte Kreisverkehre geradezu vernarrt zu sein. Aber selbst im Umgang mit Kreisverkehren weniger geübte Autofahrer werden schnell die Vorteile bemerken. Aber auch hier gibt es im Vergleich zu Deutschland natürlich einen Unterschied. Während Kreisverkehre in diesem Land eher einem botanischen Garten ähneln, durch den sich zufällig eine Straße schlängelt, kann es in Grossbritannien passieren, dass man dort auf drei Spuren in den Kreisverkehr einfährt. Also vorher entscheiden, wohin man möchte und entsprechend die „lane“ wählen. Eines noch bitte beachten: Wer im Kreis fährt, hat Vorfahrt!

Single Track Roads!

Obwohl die Strassen auch in den Highlands sehr gut ausgebaut sind, beherrschen insbesondere in den ruhigeren Gegenden Single Track Roads das Bild. Wie der Name schon sagt, gibt es hier EINE Fahrspur für beide Richtungen. Damit schnellere Fahrzeuge überholen können bzw. auch der Gegenverkehr ans Ziel kommt, sind Passing Places eingerichtet. Zwei Bitten von mir an dieser Stelle: Macht regen Gebrauch von diesen Ausweichstellen (andere Verkehrsteilnehmer werden euch danken) und versucht, möglichst häufig auf Single Track Roads zu fahren; auch wenn ihr eventuell etwas länger unterwegs sein solltet, die Gegend wird euch mehr als entlohnen…


Single Track Road with Passing Place

Nachdem ihr euch jetzt für einen Weg entschieden hat, bleibt die Frage, wo und wie man übernachtet. Eines gleich vorweg - Tips, die auf persönlichen Erfahrungen beruhen, kann ich nur zu Campsites geben.

Im Zusammenhang mit Grossbritannien wird immer der Begriff „Bed & Breakfast“ fallen. Eine (im Vergleich zu Hotels) relativ preiswerte Möglichkeit der Unterbringung, bietet „B & B“ darüber hinaus den Vorteil, Tips von Einheimischen zu bekommen, welche lohnenswerten Ziele sich in der Nähe befinden.

Adressen gibt es in jeder Tourist Information. Wer sich lieber selbst eine Unterkunft suchen möchte, sollte sein Glück etwas abseits der Hauptstrecken versuchen…

Wer lieber auch nachts Natur pur erleben möchte, für den bietet Schottland eine Vielzahl von Campsites. Von einfach und preiswert bis zu komfortabel und *preislich autsch* findet ihr alles. Um euch eventuell die Auswahl zu erleichtern, habe ich einmal die Campsites aufgelistet, auf denen ich schon einmal das Vergnügen hatte zu verweilen.

<<< Liste in Bearbeitung >>>

Wem auch Camping Sites nicht naturverbunden genug sind, der kann auch sein Zelt in der freien Wildbahn aufschlagen. Vorher aber bitte den Besitzer um Erlaubnis fragen und keinen Müll liegenlassen!

Youth Hostels bieten die Möglichkeit, günstig unterzukommen und darüber hinaus junge Leute kennen zu lernen, die mit ihrem Rucksack das Land erkunden. Aber auch hier gibt es eklatante Preisunterschiede, sodass „B & B“ mitunter sogar günstiger sein kann.